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Anleitung · Authentifizierung

SPF, DKIM & DMARC einrichten

Drei DNS-Einträge entscheiden, ob Ihre E-Mails als echt erkannt werden. Hier richten Sie sie der Reihe nach ein — mit Beispielen, Test und den häufigsten Fehlern.

Voraussetzungen

Sie brauchen zwei Dinge: Zugriff auf die DNS-Verwaltung Ihrer Domain (beim Registrar oder DNS-Anbieter, z. B. Cloudflare) und die Angaben Ihres Versanddienstes (welche Server senden, DKIM-Schlüssel). Das „Warum" hinter diesen Einträgen erklärt der Leitfaden zur Zustellbarkeit — hier geht es ums „Wie".

Reihenfolge zählt: erst SPF und DKIM einrichten, dann DMARC auf p=none zum Beobachten — und erst nach Auswertung der Berichte verschärfen.

1 SPF einrichten

SPF legt fest, welche Server in Ihrem Namen senden dürfen. Es ist ein einzelner TXT-Eintrag auf Ihrer Domain (Root, also @).

TypName/HostWert
TXT@v=spf1 include:_spf.ihr-anbieter.de ~all

Den include-Wert gibt Ihr Versanddienst vor. Versenden mehrere Dienste, kommen ihre includes in einen Eintrag:

v=spf1 include:_spf.dienst-a.de include:_spf.dienst-b.com ~all

~all oder -all?

Zwei Regeln, an denen viele scheitern: nur ein SPF-Eintrag pro Domain (mehrere brechen SPF), und maximal 10 DNS-Lookups — jedes include zählt. Wird das überschritten, fällt SPF auf PermError.

2 DKIM einrichten

DKIM signiert jede E-Mail kryptografisch. Ihr Versanddienst erzeugt ein Schlüsselpaar; den öffentlichen Schlüssel veröffentlichen Sie im DNS, den privaten behält der Dienst.

Schlüssel veröffentlichen

Der Dienst nennt Ihnen einen Selector (z. B. s1 oder postal). Der Eintrag liegt unter selector._domainkey.ihre-domain.de — oft als TXT, bei manchen Anbietern als CNAME, das in deren Infrastruktur zeigt.

TypName/HostWert
TXTs1._domainkeyv=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSq…

Den vollständigen p=-Wert (den eigentlichen Schlüssel) liefert Ihr Dienst. 2048-Bit-Schlüssel sind Standard; sehr lange Werte muss man bei manchen DNS-Anbietern in Teilstrings aufteilen.

Signierung aktivieren

Nach dem DNS-Eintrag schalten Sie die DKIM-Signierung im Versanddienst ein. Ab dann trägt jede ausgehende Mail eine gültige Signatur.

3 DMARC einrichten

DMARC verbindet SPF und DKIM zu einer Richtlinie und liefert Berichte. Es ist ein TXT-Eintrag unter _dmarc.ihre-domain.de.

TypName/HostWert
TXT_dmarcv=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@ihre-domain.de; fo=1

Die Richtlinie schrittweise verschärfen

Wichtig ist das Alignment: DMARC besteht nur, wenn SPF oder DKIM nicht nur passt, sondern auch zur sichtbaren Absenderdomain gehört. Deshalb Schritt 1 und 2 zuerst. Die rua-Adresse sammelt die täglichen Aggregat-Berichte — richten Sie dafür ein Postfach ein.

Testen

Nach dem Setzen brauchen DNS-Änderungen etwas Zeit (Minuten bis Stunden). Dann prüfen:

Häufige Fehler

  • Mehrere SPF-Einträge auf einer Domain — es darf nur einer sein
  • Mehr als 10 DNS-Lookups in SPF (PermError)
  • Falscher oder vertippter DKIM-Selector
  • DMARC sofort auf p=reject — legitime Mails gehen verloren
  • SPF/DKIM bestehen, aber ohne Alignment zur Absenderdomain
  • Keine rua-Adresse — dann sehen Sie nie, was passiert

Häufige Fragen

Brauche ich alle drei?
Ja. Seit 2024 verlangen Gmail und Yahoo von Massenversendern SPF, DKIM und DMARC gemeinsam. Einzeln genügt nicht.
Wie lange bis DMARC auf reject?
Meist vier bis acht Wochen — abhängig davon, wie schnell die Berichte zeigen, dass alle legitimen Quellen sauber bestehen.
Was, wenn ich mehrere Versanddienste nutze?
Alle in einen SPF-Eintrag aufnehmen und für jeden einen eigenen DKIM-Selector veröffentlichen. DMARC bleibt ein Eintrag.